Die italienische Mittelmeerinsel Sardinien ist für viele ein Traumreiseziel, ganz besonders für Camper. Weil sie aber im Sommer (Juli/August) meist sehr überfüllt ist, reisen viele, denen es möglich ist, außerhalb der Hochsaison im Frühling oder im Herbst hierher.
Und für die meisten Camper stellt sich die Frage: Wo übernachte ich? Viele Campingplätze haben nur von Juni bis September geöffnet und außerdem reizt es immer mehr Reisende, mit ihrem Fahrzeug direkt in der Natur frei zu stehen und zu übernachten.
Aber ist das überhaupt erlaubt?
Ähnlich wie in Deutschland (und vielen anderen Ländern Europas) ist das Parken außerhalb von ausgewiesenen Camping– oder Stellplätzen, auch über Nacht, erlaubt, wenn keine ausdrücklichen Verbote ausgeschildert sind. Parken bedeutet, dass kein Campingverhalten gezeigt wird. Also nichts vor das Auto stellen (weder Tisch noch Stühle, nicht einmal Schuhe). Selbst das Öffnen von Seitenfenstern kann als Campingverhalten ausgelegt werden.
Wir reisten mit unserem Camper im April mehr als zwei Wochen über die wunderschöne Insel und übernachteten sowohl auf Camping- und Stellplätzen, als auch „frei“ auf Parkplätzen.
18 Tage – 17 Nächte
Wo das genau war und was wir dazu zu berichten haben, erfahrt ihr nun:
1. Hafen von Alghero
Art des Platzes:
Asphaltierter Parkplatz
Lage:
im Hafen der Stadt Alghero, direkt am Meer
Ausstattung:
keine Camping-Infrastruktur, Öffentliche Toiletten am Parkplatz (nur während des Tages geöffnet)
Preis:
kostenlos von Mitte Oktober bis Mai
Fazit:
Der Platz ist sehr groß und wir hatten (im April) die Auswahl, ob wir mit Blick auf das Meer und den Lido oder mit Ausblick auf die Fischerboote und die Stadt stehen möchten. Wir blieben zwei Nächte und wechselten zwischendurch unseren Platz. Obwohl er in der Stadt und direkt an der Promenade liegt, hatten wir hier zwei ziemlich ruhige Nächte (jeweils mit etwa 8-10 weiteren Campern).
Die Lage ist ideal, um das Städtchen Alghero zu besuchen, das unserer Meinung nach einer der schönsten Orte Sardiniens ist.
Sehr zu empfehlen!
2. Camping S ´Abba Druche
Art des Platzes:
Campingplatz
Lage:
am Meer etwa 5 Kilometer nördlich der Stadt Bosa
Ausstattung:
Ver- und Entsorgung, Toiletten, Duschen (1 € für 3 Minuten), Geschirrspülbecken (im April nur kaltes Wasser), Bar/Restaurant/Minimarkt (im April noch geschlossen), WLAN inklusive
https://www.sabbadruche.com/area-attrezzata-camper–camperservice.html
Preis:
25 € zgl. 3 € (1,50 € p.P.) Steuer sowie 10 € Zuschlag für einen Platz in erster Reihe am Meer = 38 €
Fazit:
Einfach, aber ok. Der Campingplatz liegt weitläufig in einer schönen Bucht. Ein Teil des Strandes ist Sandstrand, ein Teil mit sehr grobem Kies.
Von unserem „fronte mare“-Platz (für 10€ Zuschlag) hatten wir aus dem Camper heraus Meerblick, von unseren Stühlen vor dem Camper leider nicht, denn eine Reihe Büsche trennt die Stellplätze vom Strand.
Die Sanitäranlagen waren einfach, aber sauber.
In dem (im April noch geschlossenen) Restaurant mit Bar sitzt man bei schönem Wetter sicher mit herrlichen Ausblicken.
Vielleicht lag es am (nassen) Wetter oder an der Nebensaison, dass uns der Platz ein wenig ungepflegt vorkam.
3. Is Arutas
Art des Platzes:
geschotterter Parkplatz hinter bzw. neben einem Restaurant
Lage:
am Strand „Is Arutas“
Ausstattung:
keine (Restaurant und öffentliche Toiletten waren im April geschlossen)
Preis:
kostenlos (von November bis einschließlich April)
Fazit:
Wir standen hier sehr ruhig und idyllisch mit einigen anderen Campern. Das Übernachten wird in der Nebensaison geduldet und ist wohl auch sehr beliebt (morgens kam der fahrende Pecorino-Händler, der scheinbar ganz genau wusste, dass hier einige Camper über Nacht stehen). Von unserem Platz aus hatten wir Meerblick, auch wenn der Strand etwa hundert Meter entfernt war.
Is Arutas ist ein weitläufiger Strand mit ein paar kleinen Buchten zwischen Felsen und besonders berühmt für seine kleinen Steinchen, die wie Reiskörner aussehen. Sehr schön zum Spazieren gehen. Aber Vorsicht: es ist Naturschutzgebiet und man darf auf keinen Fall Steine vom Strand mitnehmen!
Schöner Sonnenuntergangs-Spot!
4. Giara di Gesturi
Art des Platzes:
Parkplatz des Naturparks Parco della Giara
Lage:
Am Ende der Straße, die von Tuili zum Parco della Giara führt
Ausstattung:
Toiletten, Bar und kleiner Shop mit regionalen Produkten während der Öffnungszeiten des Info-Centers (9.00 Uhr – 18.00 Uhr)
Preis:
kostenlos
Fazit:
Dieser Parkplatz ist wirklich ein toller Übernachtungsplatz, denn er liegt wie ein Balkon am Rand des etwa 550 Meter hohen Tafelbergs, auf dem die Hochebene Giara di Gesturi liegt. Hier hatten wir einen atemberaubenden Blick in die weite Landschaft der Marmilla mit ihren sanft geschwungenen Hügeln.
Ich hatte im Informationscenter gefragt, ob wir mit Fred über Nacht auf dem Parkplatz stehen bleiben dürfen. Jetzt im April war das kein Problem, in der Hauptsaison aber wohl nicht möglich.
Von hier aus haben wir dann den Naturpark mit seinen berühmten Wildpferden mit dem Fahrrad erkundet (wenn ihr mehr darüber wissen möchtet, schaut doch mal hier: https://roaddreamin.de/wildpferde-in-sardiniens-feenwald-giara-di-gesturi/
Wir standen mit vier anderen Campern über Nacht hier und es war einfach wunderschön. Ruhig und mit tollem Ausblick, egal ob nachts oder dann am Morgen, als im Tal der Nebel hing und wir über den Wolken schwebten.
Für uns Nr. 1 unserer Übernachtungsplätze auf Sardinien!
5. Spiaggia di Piscinas
Art des Platzes:
Parkplatz am Strand auf Sand und Kies
Lage:
im Westen Sardiniens an der Costa Verde beim Hotel „Le Dune Piscinas“
Ausstattung:
keine
Preis:
kostenlos (von November bis Mai)
Fazit:
Ein unter Campern sehr bekannter und beliebter Platz. Die Dünen und der weitläufige Strand sind herrlich und man fühlt sich ein bisschen wie in der Wüste!
Es gibt hier auch einige Relikte aus der Bergbau-Zeit zu entdecken.
Ein sehr idyllisches Plätzchen, auch wenn man hier wirklich nicht einsam und alleine steht!
Im April war das Hotel noch geschlossen, der Parkplatz und die Strandbar wurden gerade für die Saison hergerichtet.
Das Übernachten wird geduldet, solange kein Campingverhalten gezeigt wird.
Wir haben allerdings Influencer beobachtet, die für ihr YouTube-Video ihre Stühle besonders exponiert weithin sichtbar in den Sand gestellt haben. Als wir am nächsten Tag wegfuhren, kamen uns auf der Strecke zurück zur Hauptstraße Carabinieri entgegen, die dann den Parkplatz geräumt bzw. die Camper weggeschickt haben (ob es wegen des Campingverhaltens dieser Influencer war, kann ich nicht sagen).
Besonders spannend ist die Anfahrt über eine kilometerlange Schotter- bzw. Sandpiste.
Wir sind von Norden (Portu Maga) gekommen und mussten zweimal einen Bach durchqueren, was mit unserem Fred aber kein Problem war.
Auf der Wegfahrt nach Südosten kamen wir an den sehr malerischen Bergbauruinen von Ingurtosu vorbei.
Achtung: lasst euch in Ingurtosu nicht vom Verkehrsschild verwirren: die Durchfahrt unter der ehemaligen Direktorenvilla ist tatsächlich 3,40 m hoch (sogar ein wenig höher) und 2,60 m breit!
6. Agriglamping Munai
Art des Platzes:
Campingplatz
Lage:
bei San Giovanni Suergiu ( im Südwesten Sardiniens, etwa 8 Kilometer von der Brücke auf die Insel Sant´Antioco entfernt).
Ausstattung:
Ver- und Entsorgung, Toiletten und Duschen, Stromanschluss, Bar mit schönen Sitzgelegenheiten, kostenloses WLAN an der Bar
Preis:
35 € inklusive Frühstück
Fazit:
Auf einem großen Wiesengelände neben einer alten Ruine wurden einige Zelte aufgebaut, die als Unterkunft gemietet werden können (über ihre Ausstattung kann ich nichts sagen, da sie geschlossen waren).
Es gibt eine Reihe mit Stellplätzen mit Stromanschluss.
Wer (so wie wir) keinen Strom braucht, kann sich irgendwo auf die große Wiese stellen.
Die Betreiber des Platzes sind sehr nett. In der Bar gibt´s Getränke und kleine Snacks (regionale Produkte). Ein italienisches Frühstück (Cappuccino und Cornetto) pro Person ist im Übernachtungspreis dabei.
Uns hat es hier sehr gut gefallen. Weshalb wir trotzdem nur eine Nacht geblieben sind? Weil der Platz ein paar Kilometer im Landesinneren liegt und wir lieber am Meer stehen. Wer Ruhe sucht und von hier aus Ausflüge machen möchte, dem kann ich den Platz empfehlen.
7. Camping Tonnara
Art des Platzes:
Campingplatz
Lage:
An der Westküste der Insel Sant´Antioco (im Südwesten Sardiniens)
Ausstattung:
WC und Duschen, Ver- und Entsorgung, Waschmaschinen, Schwimmbad (nicht beheizt), Sportgelegenheiten und Spielplatz, Pizzeria, Strandbar mit toller Aussicht, kostenloses WLAN an Rezeption, im Restaurant und an der Bar. Der Mini Market war im April noch geschlossen.
https://basecamp-ecoresorts.com/basecamping-tonnara-sardinia/
Preis:
47 € (Strom inbegriffen)
Fazit:
ein voll ausgestatteter und gepflegter Campingplatz.
Wir hatten einen wunderschönen Platz mit Meerblick.
Der Strand gehört sicherlich nicht zu den schönsten Stränden Sardiniens, ist aber ok.
Spaß hat es gemacht, über die Felsen zu klettern.
Die Strandbar war ein super Sundowner-Spot (sogar mit Delfin-Sichtung, hatte aber keine Kamera dabei).
Über ein paar Treppen rauf und runter kommt man auch schnell zum benachbarten öffentlichen Strand Cala Sapone. Dort gibt es ein sehr gutes Restaurant, Molo13, in dem wir zweimal mittags sehr lecker und mit schönem Ausblick gegessen haben.
Die Insel Sant´Antioco ist über einen Damm mit Sardinien verbunden und mit 109 qm Fläche die viertgrößte Insel Italiens.
Im April war hier aber nicht viel los, wir waren auf den Straßen fast alleine unterwegs. Schöne Ausflugsziele sind die gleichnamige Inselhauptstadt Sant´Antioco (ca. 10.000 Einwohner)
und (unser Favorit) das wunderschöne Örtchen Calasetta. Es wurde von ligurischen Fischern gegründet, die zunächst auf die tunisische Insel Tabarka ausgewandert waren, dann aber nach Italien zurückkehrten. Mit seinen weißen Häusern am tiefblauen Meer mutet es tatsächlich eher nordafrikanisch als italienisch an.
Uns haben der Campingplatz und die Insel sehr gut gefallen.
8. Capo Carbonara /Spiaggia del Riso
Art des Platzes:
asphaltierter Parkplatz
Lage:
zwischen Villasimius und dem Capo Carbonara neben dem Campingplatz Villagio Camping Spiaggia del Riso
Ausstattung:
keine
Preis:
kostenlos
Fazit:
Eigentlich wollten wir nur aus nostalgischen Gründen mal an dem Campingplatz vorbeischauen, auf dem wir vor 25 Jahren mit unseren Kindern waren.
Der Platz war noch geschlossen, aber auf dem Parkplatz daneben war kein Verbotsschild für Camper.
Deshalb blieben wir eine Nacht hier in erster Reihe mit tollem Meerblick stehen.
Auf den Felsen direkt vor dem Parkplatz erlebten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Wir standen über Nacht auf dem Platz alleine. Im Laufe des Abends und am Morgen kamen immer wieder mal ein paar Einheimische vorbei, die uns aber freundlich grüßten und sich an uns scheinbar nicht störten.
Für eine Übernachtung (zumindest in der Nebensaison) ein toller Spot!
9. Camping Silana
Art des Platzes:
Campingplatz
Lage:
mitten im Gebirge Gennargentu gleich unterhalb des Passo Ghenna Silana.
Ausstattung:
Toiletten, Duschen, Ver- und Entsorgung, Müll
Preis:
25 €
Fazit:
Auf einem weitläufigen Gelände mit Stellplätzen auf mehreren Terrassen (auch auf dem Plateau außerhalb des Platzes ist das Parken erlaubt). Die meisten Stellplätze haben eine tolle Aussicht. Der Campingplatz liegt auf etwa 1000 Metern Höhe recht einsam mitten in der Natur.
Am Abend besuchte uns eine Ziegenherde und nachts zog laut muhend eine Kuh vorbei! Sehr idyllisch!
Während unseres Aufenthalts zog abends Nebel auf und wir konnten kaum mehr etwas sehen.
Und kühl war es im April auf 1000 Metern Höhe natürlich auch!
Aber morgens war es wieder herrlich sonnig.
Der Campingplatzbetreiber war sehr nett und wir wurden sehr freundlich empfangen!
Die Sanitäranlagen waren nur wenige (eine Toilette und zwei Duschen pro Geschlecht) und einfach, aber sauber. Zum Sanitärgebäude musste man aber erst mal ein ordentlichen Stück den Berg hinunterlaufen (und nach dem Duschen wieder hinauf!).
Nur ein paar hundert Meter weiter auf dem Pass startet übrigens die (sehr anstrengende) Wanderung durch die Schlucht Su Gorropu , die wir aber nicht unternommen haben.
Wir können diesen Platz auf jeden Fall empfehlen!
10. Spiaggia Su Barone
Art des Platzes:
Parkplatz im Pinienwald zwischen Meer und Lagune
Lage:
an der Ostküste wenige Kilometer südlich des Ortes Orosei
Ausstattung:
keine (die Toiletten an den Strandbars waren, wie die Bars selbst, noch geschlossen)
Preis:
kostenlos (in der Hauptsaison ist der Strand aber kostenpflichtig)
Fazit:
in der Hauptsaison für Camper absolut verboten. In der Nebensaison wurden wir geduldet. Wir kamen nachmittags an und bleiben bis zum nächsten Morgen. In dieser Zeit kamen etliche Einheimische (Jogger, Hunde-Spaziergänger) vorbei und niemand hat sich an uns gestört oder hat uns zum Wegfahren aufgefordert. Allerdings vermieden wir jedes Campingverhalten, holten also keine Stühle raus, sondern legten uns auf eine Decke an den Strand (und das machen ja nicht nur Camper, deshalb ist es auch nicht verboten)
Unser Plätzchen unter den Pinien war sehr idyllisch.
Bis zum weitläufigen Sandstrand waren es nur ein paar Meter. Weil alle Strandbars noch geschlossen waren, waren wir fast alleine hier.
Ein sehr idyllisches Plätzchen mit einem traumhaften Sonnenaufgang!
11. Spiaggia di Pelosa
Art des Platzes:
Parkbuchten an der Straße
Lage:
Am Strand La Pelosa bzw. La Pelosetta
Ausstattung:
keine
Preis:
kostenlos von Oktober bis Mai (die Parkscheinautomaten waren im April abgebaut)
Fazit:
Der Spiaggia di Pelosa gilt wegen seines feinen, weißen Sandes und des türkisblauen Meers als der schönste Strand Sardiniens. Sein Besuch ist aber an etliche Regeln gebunden, die aber jetzt in der Nebensaison nicht wirklich streng beachtet wurden. Wir waren an einem Freitag dort, deshalb war recht viel los.
Das Wasser ist aber wirklich herrlich klar und man kann vom Strand aus sehr weit in seichtem Wasser in die Bucht hinauslaufen!
Wir standen auf dem Parkplatz ein wenig nördlich des eigentlichen Pelosa-Strandes (neben dem Restaurant und Bar La Pelosetta) mit Blick auf den Torre della Pelosa und die Inseln Isola Piana und Asinara und hatten das Glück, die erste Parkbucht erwischt zu haben.
So konnte sich kein anderes Fahrzeug vor unseren Eingang stellen und wir hatten freien Blick aus der geöffneten Schiebetür. Mit uns haben hier noch etwa 5 oder 6 andere Camper übernachtet.
Sonnenuntergang gab´s nicht, denn der Strand und damit auch der Parkplatz sind nach Nordosten ausgerichtet. Aber wir konnten einen schönen Sonnenaufgang erleben.
Ein sehr schöner Übernachtungsplatz!
12. Vignola Mare
Art des Platzes:
Asphaltierter Parkplatz in Strandnähe
Lage:
Zwischen den Stränden Spiaggia di Vognola undd Spiaggia Chischinaggju o Saragosa bei Vignola Mare.
Ausstattung:
keine Sanitäranlagen, aber ein Freiluft-Fitnesstudio!
Preis:
kostenlos von Oktober bis 15.06.
Fazit:
Wegen des Wochenend-Trubels hatten wir an diesem Tag einige Probleme, einen passenden Übernachtungsplatz zu finden. Deshalb landeten wir eher zufällig dort.
Der Parkplatz ist unspektakulär, aber der Strand ist sehr schön
besonders im Frühling, wenn zwischen den roten Felsen bunter Blumen blühen. Außerdem hatten wir von hier einen tollen Blick auf die schneebedeckten Berge Korsikas, das nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt liegt.
Zum herrlichen Sonnenuntergang sind wir die wenigen Schritte vom Parkplatz zum Strand gegangen.
Die Strandbar am Spiaggia di Vignola bediente an diesem Tag eine geschlossene Gesellschaft. Deshalb konnten wir hier keinen Sundowner einnehmen (aber wir hatten ja vorgesorgt).
Es gibt sicher viel schönere Übernachtungsplätze, aber es war ruhig (abgesehen von den Gästen der Geburtstagsfeier in der Strandbar, die sich kurz nach Mitternacht gut gelaunt und teilweise singend auf dem Parkplatz voneinander verabschiedet haben) und es hat sich niemand an uns gestört (wir standen mit vier anderen Campern auf dem Parkplatz).
13. Camping Acapulco
Art des Platzes:
Campingplatz
Lage:
an der Nordküste Sardiniens bei Palau
Ausstattung:
Ver- und Entsorgung, Toiletten und Duschen, Bar und Restaurant (das aber im April noch geschlossen hatte), kleiner Kinderspielplatz, Mietunterkünfte.
Preis:
28 € pro Nacht (ohne Strom) , Strom 8 € pro Nacht extra.
Fazit:
Es ist einer der beliebtesten Campingplätze im Norden Sardiniens, denn er liegt einfach traumhaft auf einer kleinen Halbinsel!
Die Stellplätze sind nicht parzelliert, sondern man stellt sich dorthin, wo man ein Plätzchen findet. Es gibt einige wirklich tolle Plätze zwischen den Felsen direkt am Meer.
Wir standen ein wenig weiter hinten, hatten aber auch einen schönen Blick.
Allerdings möchte ich diesen Platz nicht in der Hauptsaison erleben, denn er war schon jetzt im April sehr voll.
Trotz der doch recht vielen Besucher war bei unserem Aufenthalt nur ein Sanitärgebäude (das ältere der beiden) geöffnet. Die Ausstattung hier war doch recht spartanisch (die Duschen konnten nur mit einer Falttür geschlossen und nicht abgeschlossen werden), allerdings war die Reinigungskraft scheinbar den ganzen Tag anwesend und hat immer wieder geputzt.
Geschirr spülen hat hier aber wegen der tollen Aussicht besonders viel Spaß gemacht!
Grundsätzlich gäbe es wohl kostenfreies WLAN, das aber während unseres Aufenthalts nicht funktioniert hat.
Der Sandstrand ist nicht sehr groß, aber man kann sich zum Sonnenbaden (oder auch zum Sonnenuntergang) auf die Felsen setzen, die sich um den ganzen Campingplatz herum an der Küste entlangziehen.
Von der Terrasse der (im Inneren sehr außergewöhnlich eingerichteten) Bar oben auf dem Hügel hätte man grundsätzlich einen schönen Blick, wenn er nicht von Mobilheimen zugestellt wäre.
Der Platz liegt nur wenige Kilometer vom Örtchen Palau entfernt, das man zu Fuß oder mit dem Fahrrad sehr schnell erreicht.
Von hier aus kommt man mit der Fähre in etwa 20 Minuten auf das Inselarchipel La Maddalena, das eine Erkundungstour wert ist.
Außerdem könnt ihr den bekannten Felsen Roccia dell´Orso (Bärenfels) oder die imposante Festung Fortezza di Monte Altura in nur wenigen Kilometern erreichen.
Camping Acapulco ist wegen seiner schönen Lage auf jeden Fall einen Aufenthalt wert, allerdings könnte er ein wenig gepflegter sein.
So, das waren unsere Übernachtungsplätze auf Sardinien. Vielleicht konnte ich euch mit meinem Bericht ein wenig bei der Stellplatzsuche auf Sardinien behilflich sein.
Sardinien ist mit dem Camper wirklich ein Traum, aber am besten in der Nebensaison!
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