Juwel in Dalmatien – das Städtchen Trogir

Heute möchte ich euch ein, wie ich finde, ganz besonderes Schmuckstück an der kroatischen Küste in Dalmatien vorstellen – die kleine Stadt Trogir.

Dubrovnik und Split sind ja DIE Städte-Highlights an der Küste Kroatiens. Ihre große Geschichte und tollen Bauwerke sind ohne Zweifel einen Besuch wert. Uns allerdings sind sie (besonders auch wegen Yoda) zu groß, zu voll, zu unübersichtlich. Geht euch das auch so?

Ihr seid auf der Suche nach  einer tollen Alternative? Dann kommt doch mal mit nach

Trogir

Diese kleine Stadt (etwa 25 Kilometer nordwestlich von Split) hat nicht einmal 15.000 Einwohner. Überschaubar, nicht zu überlaufen und wunderschön!!!

Ihre Altstadt liegt auf einer Insel, seit die Römer einen Kanal zwischen Festland und der Stadt bauten.

Aber keine Angst, ihr erreicht sie trotzdem sehr leicht, denn Brücken verbinden den Stadtkern sowohl mit dem Festland, als auch mit der vorgelagerten Insel Čiovo.

Wir kommen bei unserem Besuch aber per Boot übers Meer zur Stadt (Warum? Das erfahrt Ihr am Ende des Beitrags).

Schon von weitem haben wir einen tollen Blick auf die Skyline von Trogir mit dem markanten Turm und den trutzigen Mauern der Festung Kamerlengo, die majestätisch an der südwestlichen Ecke der Altstadt steht.

Festung Kamerlengo und Promenade Obala Bana Berislavica

Direkt an der palmengesäumten Promenade Obala Bana Berislavica (sie gilt als eine der schönsten im Mittelmeerraum) betreten wir gleich neben der Festung wieder festen Boden.

Einen Blick werfen wir in den imposanten Innenhof der Burg, auf eine Besichtigung verzichten wir aber wegen Yoda.

Wir lassen uns lieber erst mal in einem der vielen Cafés an der wunderschönen Promenade auf einen Drink nieder und genießen den Blick auf die vielen Yachten und Segelboote, die in der Marina zwischen der Altstadt und Čiovo liegen. 

Es ist Freitagnachmittag und wunderbares Wetter! Und trotzdem hält sich der Trubel in Grenzen. Das ist sehr schön, denn so können wir nach unserer Ruhepause durch die schmalen malerischen Gassen der Stadt schlendern, ohne in einem Menschenpulk durchgeschoben zu werden.

Hier können wir an vielen Ecken die über 2000 Jahre alte Geschichte Trogirs erkennen!

Einmal die Stadt Richtung Norden durchquert, kommen wir zu dem schmalen Kanal, den Trogir den Römern zu verdanken hat.

Wie malerisch!

Im Park daneben treffen sich jetzt am Spätnachmittag viele Einheimische gut gelaunt und gesellig zum Schach und Boule spielen.

Durch das nördliche Stadttor stürzen wir uns wieder in das enge Labyrinth der Altstadtgassen und erreichen das Herz von Trogir:

Trg. Ivana Pavla II. (Platz Johannes Paul II.)

An dieser Stelle soll es schon zu Römerzeiten einen Tempel zu Ehren der Göttin Hera und zu Zeiten, als Trogir noch die griechische Siedlung Tragourion war, eine Agora, also einen Markplatz gegeben haben.

Und hier finden wir auch die markantesten Gebäude der Stadt (außer der Festung):

den Cipiko Palast (aus dem 15. Jahrhundert)

die Stadtloggia und den Uhrenturm

und das absolute Highlight – die Kathedrale Sveti Lovre (St. Laurentius)

Die Besichtigung der Kathedrale (übrigens UNESCO-Welterbe) solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen! (Eintritt 30 Kuna, etwa 4 Euro).

Mehrere Jahrhunderte lang wurde an ihr gebaut und deshalb können wir hier einige unterschiedliche Baustile wie Romanik, Gotik und Manierismus finden.

Allein schon der Haupteingang ist es wert, dass man ihn ausführlich und im Detail bewundert.

Dieses Westportal von Baumeister Radovan aus dem 13. Jahrhundert ist üppig verziert und erzählt jede Menge Geschichten!

Im dreischiffigen Innenraum der Basilika gibt´s auch einiges zu entdecken.

Bevor ihr die Kathedrale wieder verlasst, solltet ihr auf jeden Fall den Glockenturm besteigen! Denn das ist ein besonderes Abenteuer!

Erst mal führt euch eine kleine (und enge) Wendeltreppe durch einen Seitenturm auf das Dach der Vorhalle.

Dann geht´s im Glockenturm hinauf!

Genauso wie der Turm selbst wird natürlich auch die Treppe immer schmaler, bis ihr das letzte Stückchen über steile und enge Metallstufen hochklettert.

Und direkt unter den Glocken landet (also besser nicht zur vollen Stunde oder zu Gottesdienstzeiten hier hochkommen)!

Von hier aus habt ihr dann einen fantastischen Blick in alle Himmelsrichtungen!

Einfach nur traumhaft!!!

Genug geschaut und fotografiert? Dann geht´s wieder runter!

Heil wieder unten angekommen, brauchen wir jetzt dringend eine Stärkung! Auswahl an Restaurants gibt es in Trogir genug. Wir landen (nur ein paar Schritte vom Trg. Ivana Pavla II. entfernt) in der Seitengasse im Restaurant “Marijana”

Ein Erlebnis! Im urigen Innenhof sitzen wir gemütlich und können sogar dabei zusehen, wie unser Abendessen gleich neben uns (vielleicht von Marijana selbst, wir wissen es nicht) frisch auf dem Grill zubereitet wird!  Showcooking nach kroatischer Tradition! Und lecker!!

https://www.restaurant-marijana.com/

 

Wir bleiben so lange, dass es schon dunkel ist, als wir die Konoba verlassen.

Jetzt, abendlich beleuchtet, ist die Stadt  ganz besonders stimmungsvoll!

Und so landen wir am Ende des Abends wieder an der Promenade zu einem letzten Drink und genießen das besondere Flair Trogirs!

Unser Tag hier war einfach toll, die Stadt sehenswert und charmant! Ganz große Empfehlung von mir!

Übernachtung:

Zur Besichtigung von Trogir übernachten wir auf dem Campingplatz Rozac auf der Insel Čiovo. Er liegt nur etwa zwei Kilometer von der Altstadt Trogirs entfernt auf einer kleinen Halbinsel.

Er ist nicht sehr groß, aber schön gelegen.

Die meisten Stellplätze liegen schön schattig unter hohen Bäumen.

Auf der Südseite, der Bucht von Okrug Gornji zugewandt, gibt es einen sehr schönen Kiesstrand.

Die Sanitäranlagen sind gepflegt und gut. Am Eingang steht ein Kiosk, an dem es morgens leckere Backwaren gibt. Ein Restaurant mit Bar ist auch auf dem Platz, allerdings haben wir es nicht besucht, deshalb kann ich dazu keine Bewertung abgeben. Es ist aber recht beliebt und immer gut gefüllt.

Die toll gelegene Bar an der Spitze der Halbinsel ist zur Zeit unseres Besuchs leider geschlossen.

Zwar könnten wir vom Campingplatz aus Trogir auch zu Fuß in etwa 20 Minuten erreichen (erst ein Stück die Straße entlang und dann über den Hügel bis zur Marina) – wir entscheiden uns aber für eine andere Fortbewegungsmöglichkeit:

In der kleinen Bucht gleich außerhalb des Campingplatzes ist die Anlegestelle eines Shuttlebootes, das uns für 20 Kuna pro Person in etwa 30 Minuten übers Meer nach Trogir bringt. Wunderschöne Ausblicke inklusive!

Das Boot fährt stündlich, das letzte von Trogir zurück um 23.30 Uhr.

Weil Yoda besonders in der Dunkelheit nicht gern Boot fährt, gönnen wir uns für die Rückfahrt ein Taxi. Von der Marina bis zum Campingplatz dauert die Fahrt keine 10 Minuten und kostet 100 Kuna.

Vom Campingplatz aus könnt ihr aber nicht nur einen Ausflug nach Trogir machen, sondern auch die Insel Čiovo entdecken.

Ein schöner Spaziergang von etwa 20 Minuten führt am Meer entlang in die weite Bucht von Okrug Gornji. Der Strand hier wird auch „Copacabana Trogirs“ genannt.  In diesem touristisch sehr erschlossenen Ort findet ihr einjge Geschäfte (auch Supermärkte) und besonders entlang der Promenade am Meer einige tolle Bars und Restaurants. Ein lohnenswerter Ausflug!

Wir haben für den Campingplatz in der Nebensaison mit der Acsi-Card 18 € zzgl. Steuern gezahlt (2021 – 20 € 2022)

https://www.camp-rozac.hr/de/

 

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