Meine Weltreise in Corona-Zeiten: Tag 6 – Provence

Wenn wir zur Zeit auch nicht in die Welt reisen können, so können wir doch die weite Welt zu uns nach Hause holen.

Ich möchte euch täglich auf eine kleine Reise mitnehmen und zeigen, wie ihr auch in Euren eigenen vier Wänden andere Länder und Kulturen mit allen Sinnen erleben könnt! 

Jeden Tag stelle ich euch für ein Urlaubsland oder eine Region ein landestypisches Gericht, Musik, Lesestoff und die ein oder andere kleine Idee vor, um von zu Hause aus in andere Welten einzutauchen!

Probiert es aus und genießt es!

Tag 6: Provence

Leuchtend violett blühende Lavendelfelder, soweit das Auge reicht: Das ist die Provence!

Diese wunderschöne und malerische Ecke in Südfrankreich zieht schon seit vielen Jahrzehnten Besucher und vor allem auch Künstler an.

Städte wie Avingon mit seiner weltberühmten halben Saint-Bénézet-Brücke und dem imposanten Papstpalast

Der bereits von den Römern erbaute Aquädukt Pont du Gard (liegt zwar schon außerhalb der eigentlichen Provence, solltet ihr aber auf jeden Fall mal besuchen, wenn ihr in der Gegend seid)

Malerische Bergdörfer

Bunte Ockerfelsen

Das vor allem beim Jetset beliebte Saint-Tropez

und der Grand Canyon Frankreichs, Gorges du Verdon

Eines meiner Lieblingsziele in der Provence ist die Camargue, die im Mündungsgebiet der Rhone liegt.

Sie besteht vor allem aus Flachwasserseen mit dichten Schilfgürteln und einer außergewöhnlichen Tierwelt.

Die vielen Flamingos, weiße Pferde und die schwarzen Stiere der Camargue prägen das Bild.

Einfach eine Idylle!

Ganz am südlichen Zipfel liegt der Ort Les-Saintes-Maries-de-la-Mer. Beim Gang durch die Gassen hat man schon fast das Gefühl, in Spanien und weniger in Frankreich zu sein.

Dieses Städtchen fasziniert mich, seit ich als Kind im TV die wunderschöne Verfilmung des Romans „Mond, Mond, Mond“ von Ursula Wölfel gesehen habe.

Es ist die Geschichte zweier (wie man damals noch sagte) Zigeunermädchen, die auf der Suche nach ihrer Familie nach Saintes-Maries-de-la-Mer reisen.

Denn dort findet bis heute jährlich die Wallfahrt der „Gitanes“, der spanischstämmigen Roma, zur Verehrung der Heiligen Sara, ihrer Schutzpatronin, statt.

Der Legende nach ist die “Schwarze Sara” als Dienerin zusammen mit den Heiligen Maria Jacobe und Maria Salome mit ihrer Barke einst an dieser Stelle gelandet und ihre Reliquien sollen sich bis heute in der Kirche Notre-Dame-de-la-Mer befinden.

Der Besuch dieser imposanten Wehrkirche lohnt sich auf jeden Fall, denn ihr könnt das Kirchendach besteigen und habt von dort oben einen traumhaften Blick!

Wenn ihr Glück habt, erlebt ihr hier auch ein „Abrivado“, ein Stiertreiben durch den Ort, bei dem die Cowboys der Camargue, die Guardians, ihre Fähigkeiten zeigen, in enger Formation reitend, die Stiere von der Weide zur Arena zur treiben.

Absolut aufregend und faszinierend!

Ihr wollt die Provence zu euch nach Hause bringen? Das ist gar nicht so schwer:

Den Geschmack Südfrankreichs könnt ihr euch mit einer

Ratatouille

ins Haus holen:

Zutaten

2 EL Tomatenmark

 

1 Dose gehackte Tomaten

 

2 Paprikaschoten

 

1 Aubergine

 

2 Zucchini

 

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe, Rosmarin, Salz und Pfeffer

 
  
  
  

Zubereitung

Zucchini, Zwiebel, Knoblauch und Paprika in Würfel schneiden. Wer mag, kann die Paprika häuten. Dazu die Paprika vierteln und entkernen, dann bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen geben und die Haut abziehen. Zum Schluss die Aubergine würfeln, da sie schnell braun wird.

Das Gemüse nacheinander anbraten. Zuerst die Zucchini anbraten und aus der Pfanne holen. Danach die Paprika anbraten und in die gleiche Schüssel legen wie die Zucchini. Zuletzt die Aubergine mit dem Rosmarin anbraten und zu dem Gemüse geben. Nun die rote Zwiebel und den Knoblauch kurz anbraten. Jetzt das vorher angebratene Gemüse und die gehackten Tomaten hinzufügen. Alles kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Duft von Knoblauch und Rosmarin versetzt euch in Gedanken schnell in den Süden!

Musikalische Begleitung

Französische Chansons passen natürlich immer dazu:

Die Stimmung der Camargue trifft aber besonders die Musik des (leider schon verstorbenen) Gitarristen Manitas de Plata

Lesen

Um mich in Gedanken in die Provence versetzen zu lassen, aber gleichzeitig meiner Krimi-Leidenschaft zu frönen, verschlinge ich sehr gern die Bücher von Remy Eyssen um den Gerichtsmediziner Leon Ritter

und  die von Cay Rademacher mit seinem Helden, dem Commissaire Roger Blanc.

 

Ein wunderschön romantisches aber auch tiefsinninges Buch über Bücher und die Liebe ist aber auch „Das Lavendelzimmer“ von Nina George. Einfach zum Träumen!

Natürlich  Lavendel…

Vielleicht habt ihr ja noch irgendwo Lavendel (im Blumentopf, getrocknet oder als Öl) zuhause.

Atmet den Duft ganz tief ein und lasst vor eurem inneren Auge weite, blühende Lavendelfelder vorbeiziehen. Jetzt seid ihr in der Provence!

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