Overland-Equipment – der (für uns) beste Heckträger für Bikes, Reserverad und mehr

Nach einigem Suchen haben wir ihn gefunden: den für uns besten Heckträger für Fred, um E-Bikes und ein Reserverad zu transportieren.

Wie es dazu kam, erzähle ich euch jetzt:

Wir sind ja nun seit September 2023 stolze Besitzer eines Hymer Grand Canyon S Cross Over – unseres Freds!

https://roaddreamin.de/4×4-mit-fred-unser-hymer-grand-canyon-s-crossover/

Eine Frage kam für uns aber schon gleich beim Kauf auf: wieso wird ein 4×4-Fahrzeug, das also durchaus auch für holprige Offroad-Strecken gedacht ist, ohne Reserverad geliefert? Nur mit einem Tirefit-Reparatur-Kit, bei dem die Frage gestellt werden darf, wie wirksam es bei einem Schaden an den wuchtigen BF-Goodrich AT-Reifen von Fred wäre?

Nun – die Antwort gab´s schnell: aus Platz- und Gewichtsgründen, denn da wo sonst das Reserverad war, ist jetzt beim CrossOver der Abwassertank. 

Wir fühlten uns aber nicht wohl dabei, ohne Reserverad unterwegs zu sein (zumindest im Ausland). Und außerdem wollten wir natürlich auf unsere Trips auch unsere E-Bikes mitnehmen, die auch noch irgendwo untergebracht werden mussten.

Wir suchten daher nach einer Möglichkeit, sowohl ein Reserverad als auch Fahrräder an Fred anzubringen.

Gar nicht so einfach!

Die Lösung dafür dauerte da schon einige Zeit.

Das Problem

Unter dem Fahrzeug ist kein Platz für das Reserverad. Und auch auf dem Dach funktioniert es nicht, weil wir ja ein Aufstelldach an Fred haben und außerdem das Rad viel zu schwer wäre, um es runter und wieder rauf aufs Dach zu wuchten.

Bleibt also nur die Lösung eines Heckträgers.

Aber Fahrräder und Reserverad gleichzeitig? Wie soll das gehen?

Die Lösungsideen

Atera“ Strada DL 3

Nun, der  Fahrradträger, den wir über Jahre bei Beni sehr gern benutzt hatten und der uns wirklich überzeugt hatte, der Atera Strada DL 3- Fahrradträger für die Anhängerkupplung, war schon mal raus.

https://www.atera.de/dl-3.html

Denn mit den Bikes über die ganze Breite des Fahrzeugs ist kein Platz mehr für das Reserverad.

Obwohl er ja grundsätzlich auch auf den CrossOver mit Anhängerkupplung passt.

PUSHrack

Bei unseren Recherchen fanden wir den PUSHrack-Fahrradträger der Firma PUSH components, eines kleinen, recht neuen Unternehmens mit Sitz in Miesbach/Oberbayern.

https://pushcomponents.com/produkt/pushrack-fahrradtraeger/

Beim PUSHrack werden die Bikes an den Lenkern vertikal in Halter eingehängt und befestigt. Für die Anbringung der Fahrradhalter selbst werden an der Hecktür Airline-Schienen benötigt.

Die Fahrräder hängen bei der PUSHrack-Lösung nur an einer Seite der Hecktür, deshalb wäre auf der anderen Seite noch Platz für das Reserverad. Klingt also gut.

Wir fanden die Idee der PUSHracks sehr interessant und für unsere Bedürfnisse sinnvoll. Deshalb bestellten wir die Fahrradhalter direkt bei PUSH components. Nur etwa zehn Tage später waren sie da, klein und kompakt. Preis? Der Träger kostet pro Rad nur ca. 150 Euro. 

Allerdings brauchen wir dafür noch zwei Airline-Schienen an der Hecktür (oben für die Lenkerhalterung, weiter unten zur Befestigung der Hinterräder), die dann je Träger mit 25 kg belastbar sein sollen. Dafür ist zur Montage der Schienen ein Blech als Gegenhalter auf der Innenseite der Karosserie notwendig – eine recht aufwendige Operation im wahrsten Sinn des Wortes.

Weil wir uns diese Gedanken bereits gleich beim Kauf von Fred gemacht hatten, konnte uns die Firma Reisemobile Lippert vor der Auslieferung wunschgemäß noch die passenden Airline-Schienen an der Hecktür montieren. Perfekt!

Und so zogen wir mit unseren Fahrrädern an den PUSHracks los nach Schweden!

Unser Fazit nach der Tour: Leider nicht die perfekte Lösung für uns.

Das Plus: Die PUSHrack-Komponenten sind klein und handlich, schnell und einfach zu montieren. Auch wenn es angesichts der Höhe, auf die man die Fahrräder zum Einhaken hochheben muss, nicht so scheint, ist das Anbringen der Fahrräder wirklich nicht schwer (allerdings vorausgesetzt, man ist nicht zu klein). Wenn man sich an die Befestigungs-Anleitung hält, sind die Fahrräder wirklich recht stabil am Fahrzeug dran und schwingen auf der Fahrt nur ganz leicht (das soll aber auch so sein).  Grundsätzlich also eine super Lösung!

Das Minus: Das Gewicht der gesamten Konstruktion (Airline-Schienen, PUSHrack-Fahrradhalter und Fahrräder) hängt ausschließlich an der Hecktür und belastet daher die Tür-Scharniere. Bei leichten Fahrrädern ist das vermutlich kein Problem. Bei zwei schwereren E-Bikes, wie wir sie meistens nutzen, hatten wir doch die Befürchtung, dass das auf Dauer nicht gut für die Scharniere wäre.

Daher unsere Meinung: Bei leichten Fahrrädern durchaus sinnvoll, aber für E-Bikes entgegen der Aussage des Herstellers keine gute Lösung.

Deshalb gingen wir nach unserem Schweden-Urlaub erneut auf die Suche.

Und fanden die für uns (fast) perfekte Lösung:

Der Heckträger von Overland Equipment

Dieser besteht aus einer Reserveradleiter, die auf der linken Seite der Hecktür angebracht ist und an der dann auch das Reserverad transportiert wird, und einem Grundträger auf der rechten Seite, der die Fahrradschienen aufnimmt.

Die Leiter ist massiv belastbar und begehbar.

Die Fahrradschienen sind hochgeklappt und können bei Bedarf schnell mit nur wenigen Handgriffen ladebereit gemacht werden. Und sie sind so hoch angebracht, dass nur sehr große Leute beim Öffnen der Hecktür darauf achten müssen, sich die Schienen nicht an den Kopf zu schlagen.

Und unsere Mudboards (Anfahrhilfen) sind auch griffbereit dabei. Abgesehen davon können natürlich auch andere Gegenstände wie z.B. eine Außenbox oder Ersatzkanister am Träger befestigt werden.

 Beides (die Leiter und der Grundträger) wird an den vorhandenen Türscharnieren anschraubt. Lediglich an der linken Tür wird eine Bohrung in die Karosserie nötig.

 

Das Gewicht wird daher von der Karosserie und nicht von der Tür und den Scharnieren getragen.

 

Zum Thema Gewicht: Eine solche massive und schwere Konstruktion ist allerdings nur an einer aufgelasteten Version des Fahrzeugs sinnvoll.

https://www.overland-equipment.com/

Montiert wurde uns das Ganze von der Firma Black Forest Offroad aus Wiernheim im Schwarzwald.

Termin vereinbart, hingefahren, montiert und wieder heim – ein völlig reibungsloser Ablauf!

Die Montage war zuverlässig und professionell, der Kontakt sehr nett. Wir können Black Forest Offroad nur empfehlen!

https://blackforest-offroad.de/

 

 

Zum Preis: Billig ist diese Lösung nicht – abhängig von den individuell zusammengestellten Komponenten sprechen wir hier von mehreren tausend Euro. Aber dafür ist der ganze Träger sehr stabil und qualitativ hochwertig.

Und so können wir nun alles, was wir brauchen und möchten, mitnehmen!

Warum es für uns nur die fast perfekte Lösung ist? Weil wir nun die Heckfenster nur noch einen kleinen Spalt, aber nicht mehr vollständig öffnen können.

Da wir ja im Schlafbereich keine Seitenfenster und wegen des Aufstelldachs auch keine Dachluke über dem Bett haben, ist es  jetzt natürlich schwierig, im Heckbereich zu lüften. Im Winter kein Problem, aber bei Wärme im Sommer? Da haben wir aber sowieso vor, das Bett im Aufstelldach zu nutzen und so wird das hoffentlich kein Problem für uns werden.

Wir freuen uns jedenfalls sehr, diese Lösung gefunden zu haben und können sie nach unseren bisherigen Erfahrungen absolut weiterempfehlen!

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