Abseits des Trubels – Geheimtipp Müritzarm

Am Ende eines herrlichen Tages sitzen wir am Wasser und genießen den wunderschönen Sonnenuntergang.

Stille um uns herum, nur einige Vögel rufen hin und wieder in der Dämmerung.

Ihr sucht einen Ort zum Runterfahren, Erholen, Entschleunigen? Wir haben ihn hier gefunden.

Und das, obwohl wir gerade in einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschland sind – der

Mecklenburgischen Seenplatte

Das Land der tausend Seen wird es genannt. Ob es wirklich so viele sind, da bin ich mir nicht sicher. Denn zählen ist schwierig, weil viele durch kleine Kanäle oder Flussläufe miteinander verbunden sind und ein riesiges Wasserlabyrinth bilden. Ein Traum für alle, die Erholung am Wasser lieben!

Die Müritz

Das Herzstück der Mecklenburgischen Seenplatte und der größte See, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt- das ist die Müritz. Ein Urlaub hier wird immer beliebter.  Segler, Paddler, Hausbootkapitäne – immer mehr Wassersportbegeisterte entdecken die Region.

Waren und Röbel sind die Tourismuszentren an der Müritz und hier ist immer was los!

Wir wollen aber einen schönen Tag abseits des großen Touristentrubels verbringen und sind deshalb schon wieder auf dem Weg, das Müritzgebiet zu verlassen, als wir ganz im Süden des Sees an einem Wegweiser vorbeikommen, der uns stoppen und rechts abbiegen lässt:

Camping am Müritzarm

Idyllisch liegt der Campingplatz zwischen Weiden, Pferdekoppeln und dem Müritzarm.

Nicht viel mehr als eine große Wiese. Ohne besonderen Luxus, aber wunderschön gelegen.

Sehr nett werden wir empfangen. Familiär geht es hier zu, denn der Campingplatz ist nicht sehr groß und überschaubar. Wir haben Glück und ergattern einen der letzten freien Stellplätze. Schatten gibt es hier leider nicht (und es ist sehr heiß heute), aber das abkühlende Wasser ist ja nah!

Die sanitären Anlagen sind einfach und sauber. Das einzige Manko: es sind nur wenige Toiletten und Duschen. Weil der Campingplatz recht voll ist, kommt es an den Sanitäranlagen immer mal wieder zu einem Stau.

Die Rezeption ist zugleich auch morgens Brötchenverkauf und ab nachmittags Gaststätte mit einer schönen Terrasse zum See hin, in der deftige regionale Gerichte zubereitet werden.

Ach ja, wirklich witzige Mietunterkünfte gibt’s hier für die, die ohne Camper oder Zelt unterwegs sind: die Camping-Pods. Kleine Hütten für zwei Personen, die mich ein bisschen an Hobbithäuser erinnern.

Direkt neben dem Campingplatz steht die

Gaarzer Mühle

Als eine der ersten Holländermühle der Müritzregion wurde sie 1805 hier errichtet. Seit sie in den 1970er Jahren zu einem Ferienobjekt umgebaut wurde, wirkt sie ohne Haube und Flügel ein bisschen wie ein gestutztes Huhn.

Sie kann auch als Ferienwohnung gebucht werden (sicher ein interessantes Erlebnis).

Das Café, das zur Gaarzer Mühle gehört, ist leider ausgerechnet heute geschlossen.

Das macht aber nichts, weil wir ja eigentlich hier sind, um aufs Wasser zu gehen!

Wassersport

Nur über die (kaum befahrene) Straße ein paar Schritte vom Campingplatz weg ist eine schöne Badestelle.

Und hier gibt’s auch einen Bootsverleih.  Udo, der Schwager der Campingplatzbetreiber und ein lustiger und redseliger Zeitgenosse, vermietet hier Kanus, Tret-, Ruder- und Motorboote.

http://www.boots-und-kanuverleih-gaarzer-muehle.de/

Wir wollen uns heute ein Motorboot mieten.  Jetzt, außerhalb der Hochsaison, klappt das auch ohne Voranmeldung.  Die 15 PS dürfen übrigens auch ohne Bootsführerschein gefahren werden.

Udo füllt den Tank auf, gibt noch ein paar Anweisungen und wir tuckern los!

Doch in welche Richtung? Nach rechts oder nach links?  Nach rechts, also nach Norden, könnten wir durch die kleine Müritz in die Müritz schippern.

Wir entscheiden uns aber, nach links, also nach Süden zu fahren, den Müritzarm entlang.

Er wirkt eigentlich wie ein Fluss, ist aber doch ein See und das südliche Ende wird dann  auch Müritzsee genannt.

Wir lassen uns den Wind um die Nase wehen.

Herrlich kühl ist es hier auf dem Wasser und zu beiden Seiten am Ufer gibt es ganz viel unberührte Natur.

Hin und wieder kommen wir an malerischen Fischerhütten vorbei.

Und an anderen, höchst interessanten Möglichkeiten, seinen Urlaub zu verbringen!

Abgesehen von einigen anderen Freizeitkapitänen, die uns alle sehr freundlich grüßen, ist es hier herrlich einsam!

Wir fahren bis ans Ende des Müritzsees, dem Hafen von Buchholz, und drehen dann wieder um.

Gaaanz viel Zeit lassen wir uns …

…hängen zwischendurch mal die Füße ins Wasser und genießen einfach die Entschleunigung!

Ein Traum!

Weil der Bootsverleih nicht auf seine Öffnungszeiten pocht, die wir beachten müssen (Udo meinte, er wäre sowieso vor Ort, also wäre es egal, wann wir zurückkämen), können wir im warmen Abendlicht die wunderschöne Landschaft genießen.

Wir müssen nur darauf achten, dass wir nicht mit leerem Tank irgendwo liegenbleiben und rudern müssen.

So geht ein herrlich ruhiger und entspannter Tag zu Ende. An der Badestelle haben einige Wasserwanderer ihre Zelte aufgeschlagen und genießen, genauso wie wir, einen traumhaften Sonnenuntergang.

Unser Fazit:

Der Campingplatz am Müritzarm war ein Zufallsfund. Aber einer, der sich auf jeden Fall gelohnt hat! Denn wir konnten uns abseits des Touristentrubels der Mecklenburgischen Seenplatte hier wunderbar entspannen.

Wir wollen weiter in die Uckermark (was wir da entdeckt haben, findet Ihr unter http://roaddreamin.de/5-ungewoehnliche-orte-in-der-uckermark-die-ihr-mal-besuchen-solltet/undhttp://roaddreamin.de/backsteinkunst-fuer-gott-das-kloster-chorin-in-brandenburg/ ), deshalb verlassen wir diese idyllische Ecke am nächsten Tag wieder. Aber wir kommen wieder! Auch weil es hier in der Gegend noch viel zu entdecken und erleben gibt!

http://www.camping-mueritzarm.de/freizeitangebote

Anfahrt:

„Camping am Müritzarm“ liegt 12 Kilometer südöstlich von Röbel/Müritz zwischen Vipperow und Vietzen

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