Meine Weltreise in Corona-Zeiten: Tag 2 – Lissabon

Wenn wir zur Zeit auch nicht in die Welt reisen können, so können wir doch die weite Welt zu uns nach Hause holen.

Ich möchte euch täglich auf eine kleine Reise mitnehmen und zeigen, wie ihr auch in Euren eigenen vier Wänden andere Länder und Kulturen mit allen Sinnen erleben könnt! 

Jeden Tag stelle ich euch für ein Urlaubsland oder eine Region ein landestypisches Gericht, Musik, Lesestoff und die ein oder andere kleine Idee vor, um von zu Hause aus in andere Welten einzutauchen!

Probiert es aus und genießt es!

Tag 2: Lissabon/Portugal

Wenn sie von ihrer Heimatstadt Lissabon spricht, bekommt meine Freundin Cristina immer glänzende Augen. Obwohl sie, der Liebe wegen, bereits seit über zwanzig Jahren in Deutschland wohnt, ist sie natürlich Portugiesin und besonders stolze „Lisboeta“ geblieben. 

Und ich kann sie sehr gut verstehen, hat die Stadt doch auch mich bei meinen Besuchen in ihren Bann gezogen.

 

Wunderschöne Architektur, große Geschichte, vor allem aber die Stimmung in den großen und kleinen Straßen der Stadt machen das einmalige Flair Lissabons aus.

Aus gutem Grund gilt die portugiesische Hauptstadt als eine der schönsten Städte Europas, wenn nicht sogar der ganzen Welt und ist eines der Top-Reiseziele Europas.

Zu entdecken gibt’s hier natürlich, wie in jeder Großstadt, unendlich vieles:

Bezaubernde Plätze

tolle Aussichtspunkte von einem der vielen Hügel, auf denen Lissabon erbaut ist

historische Straßenbahnen und Aufzüge

jede Menge kreativer Streetart

Traumhaft ist der Sonnenuntergang im Stadtteil Belém mit dem Mosteiro dos Jerónimos, dem Seefahrerdenkmal und dem Torre de Belém.

Und von hier stammt auch die ultimative kulinarische Spezialität Lissabons:

Pastéis de Belém – oder auch Pastéis de Nata (so werden sie genannt, wenn sie nicht direkt in Belém hergestellt werden)

Die Pastelaria „Fabrica dos Pastéis de Belém“ ist ein absoluter Hotspot in Lissabon. Die Kunden stehen Schlange, um hier direkt am „Geburtsort“ die Leckereien zu erwerben.

Der Duft von frischem Gebäck mit Vanillepudding verfolgt jeden aber durch die ganze Stadt, denn überall gibt es Konditoreien und Cafe´s, die diese Pastetchen anbieten.

Ihr könnt euch dieses Flair von Lissabon aber ganz leicht auch nach Hause holen. Zwar kann ich euch nicht das Originalrezept anbieten (das angeblich von der Pastelaria auch niemandem verraten wird), aber ich habe die Törtchen schon oft mit folgendem Rezept gebacken und das Ergebnis war durchaus nahe am Original.

Pastéjs de Nata:

  • 1 Packung  (270 g) frischer Butter-Blätterteig (backfertig auf Backpapier; 42 x 24 cm) 
  • 1   Vanilleschote 
  • 1 TL  Butter 
  • 1/2 l  Milch 
  • 2 EL  Mehl 
  • 275 g  Zucker 
  • 1 Prise  Salz 
  • 1   Ei (Größe M) 
  • 5   Eigelb (Größe M) 
  •   Mehl 
  •   Fett 

Zubereitung

1.Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Teig entrollen und auf ca. 45 x 26 cm ausrollen. Aus dem Teig 10 Kreise (à ca. 10 cm Ø) ausstechen. Übrigen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aufeinanderlegen, erneut ausrollen und 2 weitere Kreise ausstechen

 

2.1 Muffinblech (12 Mulden; à ca. 90 ml Inhalt) fetten. Mulden mit den Teigkreisen auslegen, andrücken und kalt stellen

 

3.Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, Mark herauskratzen. Butter, Milch und Vanilleschote in einen Topf geben und aufkochen. Schote entfernen. Mehl, Zucker und Salz mischen und unter die Milch rühren. Nochmals aufkochen. Topf vom Herd nehmen. Vanillemark, Ei und Eigelbe verquirlen. 3 EL heiße Creme unterrühren, dann unter die übrige Creme rühren. Creme in die mit Blätterteig ausgelegten Mulden verteilen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 225 °C/ Umluft: 200 °C/ Gas: Stufe 4) ca. 15 Minuten backen (vielleicht auch ein wenig länger, die Törtchen sollten schon ein bisschen dunkel, aber natürlich nicht verbrannt sein)

 

4.Törtchen herausnehmen, auf einem Kuchengitter kurz abkühlen lassen und aus den Förmchen nehmen. Vor dem Servieren evtl. mit Zimt bestäuben

Bom apetite!

 

Gönnt euch dazu einen Milchkaffee (in Lissabon Galão genannt).

Oder auch eine andere Spezialität Lissabons – einen Ginjinha (oder auch Ginja genannt) Das ist ein Sauerkirschlikör, der in Lissabon in vielen Bars,aber auch an Straßentheken ausgeschenkt wird. Gerne auch in kleinen Schokobechern, die danach gleich noch genascht werden können.

Den habt ihr ja wahrscheinlich nicht im Original zuhause, aber vielleicht einen anderen Kirschlikör…

Fado

Untermalt euch den Moment doch mit der Musik, die man immer mit Portugal und Lissabon verbindet – dem Fado. Zwar klingen die Lieder meistens melancholisch und nicht wirklich fröhlich, aber sie lassen euch in die Seele Portugals eintauchen.

Am besten mit der Musik einer der beliebtesten Fado-Sängerinnen Portugals – Amália Rodrigues

Was ist noch typisch für Lissabon? Azulejos, also bunte Kacheln mit vielen unterschiedlichen Mustern, die an ganz vielen Häuserfassaden zu bewundern sind, und jede Menge Waren aus Kork!

Lesefutter

Um Lissabon auch aus der Ferne besser kennen zu lernen und gleichzeitig als Krimifan auf seine Kosten zu kommen. empfehle ich euch die Buchreihe von Luis Sellano. Er lässt einen deutschen Ex-Polizisten in Lissabon ein Antiquariat erben und ihn damit in jede Menge Verbrechen hineinrutschen. Abgesehen von den spannenden Handlungen beschreiben die Krimis die Stadt und ihre Bewohner so schön, dass man sich wirklich dorthin versetzt fühlt.

Dies ist der erste Band

Danach folgen:

Portugiesische Rache

Portugiesische Tränen

Portugiesisches Blut

Portugiesische Wahrheit (ab 13.04.2020)

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß bei eurem portugiesischem Erlebnis zuhause!

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