Kroatisches Inselidyll – meine Highlights auf Murter

An der Küste Dalmatiens reihen sich wunderschöne Inseln wie Perlen auf einer Schnur aneinander. Und jede ist es wert, entdeckt und erforscht zu werden.

Heute möchte ich euch auf eine Insel mitnehmen, die vielleicht nicht so bekannt ist:

Murter

Obwohl sie tatsächlich eine Insel ist, braucht es keine lange, komplizierte und teure Fähranfahrt hierher. Denn sie ist im Ort Tisno durch eine kleine Brücke mit dem Festland verbunden.

Wirklich groß ist die Insel nicht: Von Tisno bis in den Hauptort Murter sind es gerade einmal 8 Kilometer. Einmal die Insel der Länge nach durchqueren sind etwa 12 Kilometer, breit ist sie etwa 4 Kilometer – also absolut überschaubar. Aber zu entdecken gibt’s trotzdem jede Menge!

Heute möchte ich euch meine Highlights unseres letzten Roadtrips nach Murter vorstellen.

Los geht´s!

1. Camping Slanica

Am nordwestlichen Eck von Murter, nur einen Katzensprung vom gleichnamigen Hauptort der Insel entfernt, liegt der Campingplatz Slanica. Bei der Abzweigung am Slanica Beach sind wir uns erstmal nicht sicher, ob wir wirklich die Einfahrt zum Camp nehmen sollten, denn sie sieht sehr schmal aus.

Kommen wir da wirklich mit unserem Beni weiter? Oder bleiben wir irgendwo stehen und können nicht wenden? (eine solche traumatische Erfahrung mit unserem Wohnwagengespann hatten wir nämlich vor 15 Jahren schon einmal auf Murter gemacht).

Deshalb erkunden wir das Camp erst mal zu Fuß! Und sind begeistert: Der Platz zieht sich fast einen Kilometer weit entlang der Küste , tolle Stellplätze direkt am Meer mit Blick auf die vorgelagerte Inselkette der Kornaten inklusive!

Wir ergattern zunächst (ohne Reservierung) einen Platz in der zweiten Reihe (im Gegensatz zu den Plätzen der ersten Reihe mit Schatten!), können am nächsten Tag aber „umziehen“.

Und es hat sich so was von gelohnt! Eigentlich müssten wir hier gar keinen Schritt weggehen, so wunderschön ist es, einfach vor dem Camper zu sitzen und die Aussicht zu genießen!

Zu jeder Tageszeit!

Einen Drink oder Sundowner gefällig? Kein Problem, direkt am Platzeingang gibt es die tolle

Lostura Beach Bar

die während unseres Aufenthalts jeden Nachmittag unser Anlaufpunkt ist (und der sehr nette Kellner weiß schon am zweiten Tag, was wir gerne trinken!).

Doch zuvor gibt’s noch den Hundespaziergang zum nördlich gelegenen Plaza Podvrske mit der idyllisch vorgelagerten Halbinsel Plaza Riva Podvrske (die Beachbars sind hier allerdings jetzt, Ende September, bereits geschlossen).

Ein traumhaftes Eckchen!

Und zum Abendessen? Nun, ein Restaurant gibt’s auf dem Campingplatz nicht, aber nur ein kurzes Stückchen den Weg zurück finden wir am Slanica Beach die wirklich hervorragende

 Pizzeria Morski Pas

 auf deren Terrasse wir ganz idyllisch sitzen und die Abendsonne genießen können.

Und danach noch den Sonnenuntergang am Strand erleben!

Ihr könnt abends natürlich auch in eines der vielen Restaurants im Ort Murter, der vom Campingplatz zu Fuß schnell erreicht ist (mein Tipp dazu unter Nr. 3)

Oder selbst Fisch grillen? (dazu mein Tipp Nr. 2)

Mein Fazit:

Camping Slanica ist ein toller Platz zum Chillen, aber auch, um von hier aus zu Fuß oder mit dem Fahrrad die nähere Umgebung zu erkunden. Der Platz ist gepflegt, die Sanitäranlagen zwar nicht niegelnagelneu, aber sauber und absolut ok.

Die Plätze in der ersten Reihe haben eine grandiose Aussicht, allerdings wenig Schatten.

Die Plätze auf der anderen Seite der Straße, die durchs Camp führt, sind etwas kleiner und auf Terrassen, was durchaus ein bisschen komplizierter beim Einparken sein kann. Sie haben natürlich keinen völlig freien Blick aufs Meer, dafür aber Schatten.

Die Küste entlang des Platzes ist felsig, der Zugang zum Meer deshalb (besonders bei Wellengang) nicht ganz so einfach.

Dafür ist das Meer hier richtig klar und Schnorcheln einfach traumhaft!

Wer nicht über die Felsen ins Meer gehen möchte, sondern lieber am flachen Strand, der kann die kurze Strecke entweder zum Slanica Beach

oder zum Plaza Podvrske laufen.

Einziger (kleiner) Minuspunkt: der Campingplatz hat keine Einkaufmöglichkeit.  Für frische Brötchen zum Frühstück müssen wir nach Murter laufen (mit Fahrrad geht´s natürlich schneller). Für uns aber kein Problem- der morgendliche Hundespaziergang muss ja sowieso sein!

Camping Slanica war für mich einer der tollsten Aufenthalte auf unserem Roadtrip. Erholung pur!

Weitere Infos (einschließlich Preisliste):

//www.murter-slanica.hr/de/

2. Morgens in Murter

Murter ist der gleichnamige Hauptort und befindet sich am nördlichen Ende der Insel, vom Campingplatz auf einem Fußweg in etwa 10 – 15 Minuten zu erreichen.

Malerische Gässchen gibt´s hier (wie in fast jedem Ort hier in Dalmatien).

 

Das besondere an Murter ist aber (zumindest empfinde ich das so), dass sich der Hafen beinahe die ganzen Bucht éntlang zieht und besonders ab dem Strand Luke im Westen bis etwa zum Tommy Supermarkt im Osten sehr pittoresk ist.

Wir lieben es, nicht den direkten Weg durch die Straße „Luke“ zu nehmen, sondern den verwinkelten Pfad entlang des Hafens mit immer wieder neuen tollen Ausblicken auf die Boote, das Meer und malerische Winkel zwischen den Häusern!

Zentrum des Ortes ist der „Trg Rudina“, um den herum wir jede Menge Cafe´s und Restaurants finden.

Uns zieht es aber besonders am frühen Morgen hierher, denn: Der frühe Vogel fängt den Wurm, in diesem Fall aber den Fisch.

Direkt am Trg Rudina befindet sich nämlich der Fischmarkt von Murter.

Zugegeben: wir haben schon größere Fischmärkte besucht, aber dieser hier ist wirklich niedlich. Nur ein Verkäufer ist in diesem kleinen Häuschen am Hafen, aber seine Ware sieht sehr lecker aus und wir werden schnell fündig!

Tunfisch und Scampi, yummy!!!

Hier ein Bild vom Genuss nach der abendlichen Zubereitung mit sagenhaftem Meerblick auf dem Campingplatz.

Und nach dem Fischkauf? Gönnen wir uns gleich nebenan in der „Pizzeria Mareta“ ein leckeres Frühstück (ja, auch wenn sie sich Pizzeria nennt, ist sie doch auch ein Cafe´und hat schon morgens geöffnet)

Und so sitzen wir gemütlich in der Morgensonne mit Blick auf die wunderschönen traditionellen Holzboote, die hier direkt vor unserer Nase im Wasser liegen, und genießen den Morgen. Besser geht´s nicht!

3. Schlemmertipp „Fine Food Murter“

Wir sind auf der Suche nach einem Restaurant zum Abendessen und das große Angebot in Murter macht uns die Entscheidung nicht leicht. Obwohl wir eigentlich ein Restaurant mit Meerblick bevorzugen, biegen wir noch etwas unentschieden spontan in eine schmale Seitengasse ein. Und erleben eine Überraschung:

Stilvoll, außerordentlich malerisch und einladend hat sich das Restaurant “Fine Food Murter“ in der kleinen Gasse ausgebreitet!

Wer erst mal hierher abgebogen ist, kann wahrscheinlich gar nicht mehr vermeiden, sich hier niederzulassen.

Auch wir können (und wollen) uns diesem Flair nicht entziehen! Und wir werden nicht enttäuscht.

Ein junges Team ist hier am Werk: sehr aufmerksam und freundlich!

 

Das Menu? Mal was anderes als die in Kroatien üblichen Cevapvici oder Ligne (obwohl, ich die auch sehr gern esse!)

Ich entscheide mich für den Tunfisch-Burger. Oberlecker!!!

Fine Food Murter punktet bei uns auf ganzer Linie!

Ein wirklich außergewöhnliches Restaurant, das ich nur empfehlen kann!

https://www.facebook.com/FineFoodMurterMurter/

4. Betina

Eigentlich ist der kleine Ort Betina mit dem Nachbardorf Murter im Laufe der Zeit zusammengewachsen, so dass wir auf unserem Spaziergang gar nicht genau erkennen können, wo das eine Dorf endet und das andere beginnt.

An der Hauptstraße entlang scheint an Betina nichts besonders zu sein, aber als wir von der Straße nach links in die schmalen engen Gassen abbiegen, bietet sich uns gleich ein anderes Bild.

Beschaulich und malerisch! Gepflegte alte Häuser und viel Ruhe!

In diesem kleinen pittoresken Labyrinth arbeiten wir uns bergauf bis zum höchsten Punkt des Ortes vor: der Kirche!

Beeindruckend ist sie, wie sie scheinbar allen Widrigkeiten trotzend hier seit Jahrhunderten majestätisch die Stellung hält.

Die schon im Laufe der Zeit glattgetretenen Steinstufen führen uns von der Kirche wieder hinunter, bis wir am malerischen Hafen ankommen.

Im Hafenbecken von Betina liegen, wie auch in Murter, jede Menge wunderschöne bunte Holzboote.  Es sind die traditionell hier über Jahrhunderte gefertigten  “Gajeta”-Boote

 

Auf Informationstafeln erfahren wir alles zu diesem uralten Handwerk.

Ein wunderschönes Plätzchen!

5. Colentum

Römische Ausgrabungen sind in Kroatien nichts wirklich Ungewöhnliches, doch von diesen hier hatte ich noch nie gehört.

Am östlichen Rand der Bucht von Murter finden sich auf einer Halbinsel, die sich wie ein Finger Richtung Festland ausstreckt, doch tatsächlich einige beeindruckende antike Ruinen.

Um sie zu erreichen, müssen wir erst mal an dem nicht wirklich malerischen Handelshafen von Murter vorbei. Der Weg ist nicht schwer zu finden, Hinweisschilder gibt es ab dem „Tommy Supermarkt“.

Als erstes erreichen wir die Überreste einer römischen Zisterne. Ok, ich gebe es zu: viel ist nicht zu sehen, aber die kleine, inzwischen recht zugewachsene Ruine ist durchaus malerisch.

Am Meer entlang spazieren wir am Friedhof mit der schönen kleinen Kirche “Crkva Gospa od Gradine” vorbei.

Immer wieder kommen wir an Hinweisschildern vorbei, die uns genau erläutern, wo vor Jahrtausenden die antike Stadt Colentum war und was davon noch übrig ist.

Wir erfahren, dass Colentum wohl einst ein reicher Handelshafen war. Reste der Hafenanlage können wir noch im Wasser erkennen.

Am Ende der Halbinsel erreichen wir ein wunderschönes, wenn auch nicht antikes Eckchen: eine Schaukel mit traumhafter Aussicht!

Aber der (wie ich finde) beste Platz der ganzen Halbinsel wartet noch auf uns!

Unser Weg führt uns jetzt den Gradina-Hügel hinauf, vorbei an einigen weiteren Ruinen mit Informationstafeln, zu einer Überraschung:

Ein Ausguck!

Es ist eine Mischung aus Baumhaus und Jäger-Hochsitz, ziemlich neu aus stabilem Holz. Da muss ich natürlich hochklettern!

Und oben fühle ich mich ein bisschen wie eine Piratenbraut, die Ausschau nach möglicher Beute hält!

Der Blick auf Murter und das Meer ist einfach herrlich!!

Ich bedaure, dass wir nichts für ein Picknick eingepackt haben, denn das wäre hier der perfekte Ort!

Aber auch ohne Snacks hat sich der kleine Ausflug nach Colentum wirklich gelohnt!

So, das waren meine Tipps für einen Aufenthalt auf Murter. Sie haben sich allerdings nur auf einen kleinen, nämlich den nördlichen Teil der Insel beschränkt, den wir auf unserem Roadtrip näher erkundet haben. Natürlich gibt´s auf der Insel noch viel mehr zu entdecken!

 

Gebt gern einen Kommentar ab, wenn ihr andere interessante Orte auf Murter kennt oder Tipps für die Insel habt!

Melde dich jetzt zu meinem Newsletter an und verpasse keine tollen Reisetipps mehr!

Loading

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.