Bikers Paradise- Kurven auf Gran Canaria

Kurve für Kurve schwingt das Motorrad die Straße hinauf bis zu einem Aussichtspunkt hoch in den Bergen mit atemberaubenden Blick!

Es gibt viele Gründe, auf Gran Canaria Urlaub zu machen: ganzjährig schönes Wetter, tolle Strände, herrliche Natur.  Mountainbiken, wandern, golfen, alle Arten von Wassersport … für viele Möglichkeiten eines Aktivurlaubs hier, auf der drittgrößten der sieben bewohnten Kanarischen Inseln, wird geworben.

 

Nur eine Art der Urlaubsgestaltung wird in den Tourismusportalen und Prospekten kaum erwähnt, obwohl die Insel definitiv dafür wie geschaffen ist:

Motorrad fahren!

Ein Blick auf die Landkarte genügt:  bereits wenige Kilometer von der Küste entfernt schlängeln sich durch das Landesinnere Dutzende Straßen abseits des Touristentrubels, die das Herz eines jeden Bikers schneller schlagen lassen.

Kurven, so viele das Bikerherz begehrt, und das durch eine wunderschöne Landschaft bei konstant angenehmen Wetter – das klingt wirklich wie nach dem Paradies für Motorradfahrer!

Und so machten wir uns im Dezember auf den Weg aus dem kalten Deutschland in die Sonne und Wärme.

Nach nur viereinhalb Flugstunden von Frankfurt landeten wir auf Gran Canaria, das zwar politisch zu Spanien gehört, aber nur etwa 300 km von der Küste Nordafrikas auf Höhe Südmarokkos liegt. Deshalb gibt es hier das ganze Jahr über viel Sonne, kaum Niederschläge und auch im Winter Temperaturen selten unter 20 Grad.  Der perfekte Ort, um dem deutschen Schmuddelwetter zu entfliehen!

Unsere Unterkunft:

Unsere Basis in Playa del Ingles/Maspalomas, dem Tourismuszentrum im Süden der Insel, war das  Hotel „Gold by Marina“

Dieses „Adults Only“ Hotel liegt im Zentrum von Playa del Ingles und wurde vor wenigen Jahren von Grund auf renoviert. Das Ergebnis ist ein modernes Hotel im Vintage-Look in superzentraler Lage.

Die Zimmer sind chic und außergewöhnlich, mit moderner Küchenzeile auch zum Selbstversorgen. In den oberen Stockwerken hat man vom Balkon aus einen grandiosen Blick, mit Glück Richtung Sonnenuntergang.

Das reichhaltige und sehr leckere Frühstück (Büffet) kann im Frühstücksraum, aber auch im Freien direkt am Pool eingenommen werden.

Es gibt eine schöne Poolanlage und auf dem Dach des Frühstücksraums ein Sonnendeck mit Jacuzzi.

Die Lage ist genial: Vom Hotel aus erreicht man zu Fuß die Dünen von Maspalomas (ca. 1,5 km) und abends das Zentrum von Playa del Ingles. Die Einkaufs- und Partymeilen „CC Yumbo“ und „CC Cita“ sind nur wenige Minuten  entfernt (ca. 600 m)

Das Hotel ist absolut empfehlenswert.

https://de.goldbymarina.com/

Die Motorräder:

Wir buchten bereits von Zuhause aus zwei BMW F-800 GS bei „Motos Tivoli Rent“ (Internetseite auf Deutsch, Online-Buchung deshalb ohne Sprachprobleme möglich). Dieser erfahrene Vermieter hat seine Station nur etwa 500 Meter vom Hotel entfernt und man kommt problemlos zu Fuß in wenigen Minuten zum Abholen der Mopeds.

Die Motorräder waren in einem sehr guten Zustand, die Mitarbeiter sehr nett, alles funktionierte reibungslos. „Motos Tivoli Rent“ ist als Motorradvermieter absolut zu empfehlen.

https://motos-tivoli-rent.eu/de/

Die schönsten Touren:

Barranco de Fataga

Der schnellste Weg von Playa del Ingles in die kurvigen Hügel im Landesinneren ist die Straße GC 60 direkt nach Norden durch den Barranco de Fataga. Bereits nach wenigen Kilometers beginnt die Schlucht, durch die sich die Straße ins gebirgige Innere der Insel windet.

Einen Stopp sollte man auf jeden Fall an den Aussichtspunkten  „Degollada de La Yegua“ und „Mirador de Fataga“ einlegen!

 

Durch die „Cumbre“

Ist man erst mal nach dem „Mirador de Fataga“ in den Bergen angekommen, ist es eigentlich gleich, welche Straße man ab hier wählt:  in alle Himmelsrichtungen zweigen herrliche, zum Teil recht einsame, aber immer kurvenreiche Straßen ab, über die man kreuz und quer die „Cumbre“, die Bergwelt Gran Canarias, erkunden kann.

Anhaltspunkte sind immer die beiden charakteristischen Felsen des „Roque Nublo“ und des „Roque Bentayga“, die man immer wieder im Blick hat.

Die Straßen sind in einem sehr guten Zustand und so macht das Cruisen Spaß! Grandiose Ausblicke und kleine Bergdörfchen mit leichtend weißen Häusern laden immer wieder zu Pausen ein.

 

Ein besonders schöner Ort ist Tejeda.

Eine wirklich traumhafte Stecke ist die Straße GC 210 von Tejeda über Artenara Richtung La Aldea. Kurven satt mit atemberaubenden Ausblicken und einem unbedingten Stopp am Mirador del Molino.

Unsere Lieblingstour aber ist die Fahrt auf der recht einsamen GC 606 zum „Mirador el Toscon“, mit einer kleinen weißen Kapelle und traumhaftem Rund-um-Blick.

Pico de las Nieves 1949 m

Eine Fahrt auf einen der höchsten Berge der Insel sollte man nicht versäumen. Allerdings kann einem hier das Wetter auf dem „Schneegipfel“ durchaus einen Strich durch die Rechnung machen: Nebel, ja sogar Schneefall und Temperaturen unter 5 Grad sind hier möglich. Auf den Gipfel selbst kann man nicht hinauf, aber ein kleines Stückchen darunter ist ein Parkplatz mit Imbisswagen (mit heißem Kakao!) und grandiosem Ausblick (wenn das Wetter mitspielt)!

Mirador El Balcón

Ein herrliches Ziel an der zerklüfteten Westküste der Insel ist der „Mirador El Balcón“:

Ob über die zunächst vierspurige GC500, dann die (ab Puerto de Mogan kleinere und hinter Mogan kurvige) GC 200 , oder (idyllischer, aber zeitaufwändiger) durch das Inselinnere über die GC 60 und GC 606:  ab La Aldea folgt man der Straße GC 200, bis sie endet. Hoch auf der Steilküste steht man plötzlich vor einer Straßensperre. Hier geht’s nicht mehr weiter, seit die Straße vor einigen Jahren wegen Steinabbrüchen gesperrt wurde.

Der letzte noch erreichbare Punkt ist der wunderschöne „Mirador el Balcon“, mit traumhaftem Blick über die Küste und das Meer, an klaren Tagen sogar bis zur Nachbarinsel Teneriffa!

Puerto des Mogán

Idyllisch am Meer gelegen und ein Gegenstück zu den modernen Zentren Playa del Ingles, Maspalomas oder Puerto Rico/Amadores mit ihren Hotelburgen  ist das Hafenstädtchen Puerto de Mogán.  Kleine Häuschen im andalusisch-venezianischen Stil um den Yachthafen herum, enge Gässchen und jede Menge nette Cafes und Restaurants laden zum Bummel sowohl am Tag als auch am Abend ein.

Extratipp:

Die Sandkrippe von Las Canteras

Jährlich von Anfang Dezember bis 6. Januar (Dreikönigstag) kann man am Strand von Las Canteras in der Inselhauptstadt Las Palmas die berühmteste Krippe der Insel, die Sandkrippe, bewundern.

Einige der besten Sandkünstler aus der ganzen Welt basteln aus Tausenden Tonnen Sand ab etwa Mitte November dieses imposante Kunstwerk.

Wenn man in dieser Zeit sich auf Gran Canaria befindet, sollte man den Besuch der Sandkrippe auf keinen Fall verpassen.

 

Fazit: Wenn man als Biker die motorradlose Winterzeit in Deutschland unterbrechen und dem Schmuddelwetter zuhause entfliehen möchte, ist Gran Canaria das ideale Ziel. Nur zu empfehlen!

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